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Kooperationspartner



Der Kongress wird unterstützt und gefördert durch:
amnesty international und das amnesty-Aktionsnetz Heilberufe, Brot für die Welt und Misereor

Workshop-Session I

31. Mai 2013, 11.15 - 12.45 Uhr

Workshops in deutscher Sprache 

  • Der Export von Kleinwaffen und die europäische bzw. deutsche Flüchtlingspolitik
    mit Dr. Gisela Penteker, Dr. Waltraut Wirtgen und Dr. Winfrid Eisenberg (AK Flüchtlinge/Asyl, IPPNW Deutschland)
    Kleinwaffen werden in alle Welt verkauft. Sie führen überall zu Gewalt und Krieg, besonders in den ärmeren Ländern. Millionen Menschen werden damit aus ihrer Heimat vertrieben. Auf ihrer Flucht stranden sie häufig an den Toren der reichen Länder. Die EU bzw. Frontex verhindert, dass Flüchtlinge den ihnen in internationalen Konventionen und vielen Verfassungen zugesagten Schutz erhalten. Wenn sie Europa bzw. Deutschland erreichen, werden sie erniedrigenden Asylverfahren ausgesetzt und – oft noch nach vielen Jahren der Hoffnung – wieder abgeschoben.
  • Endspurt Kampagnenerfolg – »Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!« mischt mit im Bundestagswahlkampf
    mit Christine Hoffmann und Monty Schädel (Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!)
    Die Kampagne „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ ist in Deutschland der derzeit stärkste gesellschaftliche Akteur gegen Waffenhandel und hat bereits einige Erfolge erzielt. Zum Beispiel, dass die Parteien sich in ihren Bundestagswahlprogrammen zu Rüstungsexporten positionieren. In diesem Workshop wollen wir weitere Aktionen bis zum Wahlsonntag vorstellen, weiterentwickeln und verabreden. Präsentation der Aktionsvorschläge, z. B. Gespräche mit KandidatInnen in den Wahlkreisen, Wahlprüfsteine, Aktionen vor Rüstungsfirmen, etc. Wir wollen den Kongress nutzen, um unsere Aktivitäten zu vernetzen.
  • Schussverletzungen bei Zivilisten im Krieg – Am Beispiel von kurdischen Flüchtlingen in Deutschland
    mit Jan Kizilhan (Leiter der Arbeitsgruppe Migration und Rehabilitation, Institut für Psychologie Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)
    Tausende wurden im bewaffneten Konflikt zwischen der kurdischen Arbeiterpartei PKK und dem türkischen Militär getötet und über drei Millionen Menschen mussten ihre Heimat verlassen. Es wird eine Studie vorgestellt, die die Prävalenz einer posttraumatischen Belastungsstörung bei Zivilisten mit einer Schussverletzung belegen soll. Daten von kurdischen Zivilisten, die vor mehr als zehn Jahren in ihrem Herkunftsland verletzt wurden und nun in Deutschland leben, zeigen, dass das traumatische Erlebnis einer Schussverletzung auch nach Jahren im Exil zu psychischen Symptomen führt.
  • Kriegsgrund Energiehunger
    mit Henrik Paulitz (IPPNW Deutschland)
    Unser Energiehunger ist ein zentrales Motiv für die Kriege unserer Zeit. Die Mehrzahl ihrer Opfer stirbt durch den Einsatz von Kleinwaffen. Auf der Suche nach Lösungsansätzen wollen wir in diesem Workshop den konsequenten Einsatz erneuerbarer Energien diskutieren: Wenn wir unsere Abhängigkeit von Erdöl und Uran überwinden, werden Kriege um Energie perspektivisch überflüssig. „Local Power for Peace“: Dezentrale Energieversorgung mit erneuerbaren Energien ist keine ökologische Utopie, sondern ein Konzept für den Frieden.
    Powerpoint-Präsentation als pdf-Datei

 


 

Workshops in englischer Sprache

  • Legal–Illegal–Global: Wie Kleinwaffen in Krisen- und Kriegsgebiete gelangen
    mit Andrew Feinstein („Waffenhandel – Das globale Geschäft mit dem Tod“) und Jürgen Grässlin („Schwarzbuch Waffenhandel – Wie Deutschland am Krieg verdient“)
    Andrew Feinstein und Jürgen Grässlin sind zwei der profiliertesten und informiertesten Kenner der Rüstungsindustrie. Feinstein arbeitet international und Grässlin konzentriert sich auf den Export der deutschen Rüstungsindustrie. Ein kompromissloser Blick für die Realität zeichnet beide aus, getroffen haben sie sich bislang noch nicht. In diesem Workshop werden die beiden Experten die Grenzen zwischen legalem, „grauem“ und illegalem Handel mit Kleinwaffen ausloten und die Frage diskutieren, welche Strategie für die Eindämmung der Kleinwaffen-Epidemie sich daraus ableiten lässt.
    Jürgen Grässlin, Powerpoint-Präsentation als pdf-Datei
  • Militarismus und die Epidemie der Waffengewalt in den USA
    mit Dr. Robert Gould (PSR Präsident, USA)
    In diesem Workshop werden wir US Außen- und Sicherheitspolitik sowie US- und NATO-Verantwortung für globale Waffenverkäufe diskutieren. Dies beinhaltet zugrunde liegende Verbindungen von saudiarabischen Waffentransfers mit so genannten Petrodollars, die offensichtlich mit gewaltsamen Konflikten, z. B. Syrien, verbunden sind. Wir werden auch über die Epidemie der Waffengewalt in den USA und ihre Verbindung zum globalen Waffenhandel sowie die mächtige Rolle von Organisationen wie der National Rifle Association sprechen.
    Powerpoint-Präsentation als pdf-Datei
  • Verbreitung von Kleinwaffen in Westafrika und die Suche nach globalem Frieden
    mit N Dickson Orji (West Africa Action Network on Small Arms - WAANSA, Nigerian Chapter)
    Die globale Dimension der Kleinwaffenverbreitung und die daraus entstehenden sozialen und ökonomischen Herausforderungen, oft als „afrikanisches Problem“ wahrgenommen, generieren weder genug öffentliche Debatte, noch erhalten sie genügend Aufmerksamkeit. In diesem Workshop wollen wir die Disposition der „Entwicklungsländer“ auf der einen, und das Bedürfnis für eine adäquate Antwort der „Industrieländer“ auf der anderen Seite, diskutieren, um den Abgrund zwischen Initiativen zu globalem Frieden und Entwicklung zu überwinden. Zu diesem Thema wird auch eine elektronische Fotoausstellung gezeigt.
    (Workshop ist ausgefallen)
  • One Bullet Stories – Soziale Folgen von Schussverletzungen
    mit Dr. Florian Hugenberg (IPPNW Deutschland) und Dr. Walter Odhiambo (IPPNW Kenia)
    Schwerpunkt dieses Workshops sind die individuellen und sozialen Folgen von Schusswaffenverletzungen. Hierzu sollen Daten, die an der Universität in Nairobi erhoben wurden, vorgestellt und diskutiert werden. Wir möchten auch diskutieren, wie weitere „One Bullet Stories“ gesammelt werden können und wie die Erforschung individueller und sozialer Folgen von Schusswaffenverletzungen in Entwicklungsländern fortgesetzt werden kann.
  • Verbreitung von Kleinwaffen und Munition in Zentral- und Ostafrika und die Folgen für die Integrität einer Nation
    mit Emanuel Matondo (Journalist und Reaktionsmitglied bei der „Afrika Süd“-Zeitschrift), Prof. Dib Cool Mukeng a Kalong Mango'o (Rektor, „Africa-Peace University“ UPAIX, Kinshasa/DRKongo ) and Julien-Faustin Nepa Nepa (Vize-Rektor, UPAIX )
    Kleinwaffen haben auf dem afrikanischen Kontinent ihrem Ruf als Massenvernichtungswaffen neue Dimensionen verliehen. Besonders schlimme Ausmaße hat der Gebrauch von Kleinwaffen nach wie vor in der Demokratischen Republik Kongo. Allein im Ostteil des Landes fielen direkt oder indirekt 6.000.000 Menschen Kleinwaffen zum Opfer und hinzu kommen zahllose seelisch und körperlich Verletzte. Die Folgekosten, insbesondere die Gesundheitsfolgen für die vielen Betroffenen, sind unkalkulierbar. Ziel dieses Workshops ist es, Strategien zu formulieren, um die Verbreitung von Kleinwaffen direkt bei den produzierenden Staaten, darunter Deutschland, einzudämmen sowie eine Kampagne in Kongo mit interessierten Bündnispartnern im Ausland ins Leben zu rufen, die zugleich Impulse für die Schaffung eines funktionierenden Kontrollinstrumentariums geben könnte.
    (Workshop ist ausgefallen)

Workshop-Session II

31. Mai 2013, 16.15 - 17.45 Uhr

Workshops in deutscher Sprache

  • Militarisierung Deutschlands
    Referat: Claudia Haydt (Vorstandsmitglied IMI), Moderation: Helene und Ansgar Klein (Würselener Initiative für den Frieden)
    Die letzten Bundesregierungen haben seit den 90er Jahren systematisch den Boden für einen Militarismus bereitet und aufgrund des Einflusses der Waffenlobby die Waffenproduktion wachsen lassen. Ziel des Workshops ist es, die voranschreitende Militarisierung in Deutschland durch Politiker und Lobbyisten und die globale Dimension des deutschen Waffenexports bewusst und öffentlich zu machen.
  • Leben in einer Waffenstadt - Sozialpsychologie der Waffenproduktion
    mit Dr. Angelika Claußen (IPPNW Deutschland), Ulrich Pfaff (evangelische Kirchengemeinde Oberndorf) und Roland Saurer (pax christi-Gruppe Schrammberg)
    Die Produkte von Heckler & Koch, wie die Sturmgewehre G3 und G36, finden sich in den meisten Krisengebieten dieser Erde und machen uns mitverantwortlich für das Morden in der ganzen Welt. Wie geht die deutsche Gesellschaft mit diesem Dilemma um? Angefangen von der „hohen Politik“ bis hin zum/r WaffenfabrikantenIn und den ArbeiterInnen und in der Fabrik, von den Gewerkschaften bis hin zu den BewohnerInnen der Stadt Oberndorf und anderen Waffenstädten analysiert die Sozialpsychologie der Waffenproduktion kollektive und individuelle Abwehr- und Verdrängungsmechanismen. Interaktives und gemeinsames Aufdecken gibt uns den Mut, das Tabuthema bei Industrie, Politik und Gewerkschaften in das Licht der öffentlichen Debatte zu rücken.
    Dr. Angelika Claußen, Präsentation als pdf-Datei
  • Rüstungsexporte und Recht
    Moderation: Reiner Braun (IALANA), Redner: Dr. Peter Becker und Otto Jäckel (IALANA)
    Von den weltweit jährlichen Rüstungsausgaben von ca. 1,73 Billionen US-Dollar entfallen ca. 74 % auf die Mitgliedsstaaten der NATO. Sie ist heute das stärkste Militärbündnis der Welt und global jederzeit interventionsbereit und einsatzfähig. Deutschland hat sich jedoch im 2+4-Vertrag im Zuge der Wiedervereinigung 1990 völkerrechtlich bindend verpflichtet, „dass von deutschem Boden nur Frieden ausgehen wird“ (Art. 2). Inwieweit werfen Rüstungsexporte inner- und außerhalb des NATO-Raums rechtliche Fragen auf? Sind Rüstungsexporte völker- und verfassungsrechtlich legitim?
  • Lebenslaute – Konzertblockade bei Heckler & Koch
    mit Dr. Winfrid Eisenberg und Eckehard Hausen
    Der Workshop will am Beispiel der H&K-Konzertblockade vom 03.09.2012 mit Bildern und einem Kurzfilm deutlich machen, wie man mit unkonventionellen und kreativen Protestmethoden der Bevölkerung und den Medien deutlich machen kann, dass die Produktion von Handfeuerwaffen unverantwortlich ist. Auch Möglichkeiten sog. Rüstungskonversion – also das Herstellen ziviler Güter anstatt Waffen – sollen Thema der Diskussion sein.

 


Workshops in englischer Sprache
 

  • Die Auswirkungen von Kleinwaffentraumata
    mit Jenny Grounds (Präsidentin der Medical Association for Prevention of War - MAPW, Australien) und Peter Wigg (Psychiater und Mitglied der MAPW)
    Der Workshop basiert auf den direkten Erfahrungen des Psychiaters Peter Wigg mit Patienten einer chirurgischen Einrichtung der Ärzte ohne Grenzen. Da sich Peter Wigg speziell auf Patienten mit Traumata von Schuss- und Sprengkörperverletzungen konzentriert hat, kann er viele tragische Geschichten nacherzählen, deren Protagonisten von überall her aus dem Nahen Osten für plastische Chirurgie nach Jordanien kamen und oft monatelang von zu Hause entfernt sein mussten. Auslöser dieser Tragödien sind häufig Geschosse, die zu hoher Wahrscheinlichkeit aus den Waffen junger australischer, britischer oder US-amerikanischer Menschen stammen, die an der Front des „Krieges gegen den Terror“ gekämpft haben.
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  • Mexiko: Krieg gegen Drogen, illegale Waffenlieferungen und Tausende von Opfern
    mit María-Eugenia Lüttmann Valencia (Vorstand Werkstatt für Gewaltfreie Aktion Baden und Mediatorin - BAFM)
    Seit 2006 herrschen in Mexiko kriegsähnliche Zustände, die ca. 70 000, meist unbeteiligte Zivilisten, das Leben gekostet haben. Sie sind Zielscheibe in einem erbitterten Konkurrenzkampf um den Verkauf und Schmuggel von Drogen aus Südamerika und Mexiko in den größten Abnehmermarkt: die USA. Die Bewaffnung der Kartelle, aber auch der (meist korrupten) Polizei geht auch auf das Konto der Firma Heckler & Koch. Welche Perspektiven haben sich seit dem Präsidentenwechsel im Dezember 2012 ergeben? Wie verhalten sich zivilgesellschaftliche Gruppierungen im Spannungsfeld Drogenkartelle – Staat – Militär beim Schutz von Menschenrechten? Zeichnen sich Strategien für eine Friedensperspektive ab?

 

  • Body Count – Opferzahlen nach 10 Jahren „Krieg gegen den Terror“ – Irak, Afghanistan, Pakistan
    mit Dr. Jens Wagner (IPPNW Deutschland, AK Süd-Nord) und Michael Schiffmann (Indochina Experte)
    Heutzutage wird Zustimmung zu Krieg und Besatzung am ehesten generiert, indem humanitäre Kriegsgründe vorgebracht werden wie „Wiederaufbau“, „Stabilisierung“, „Sicherung der Menschenrechte“ oder „Demokratisierung“. Auch die Besatzungen Afghanistans und des Iraks wurden später mit diesen Zielen gerechtfertigt. Doch je häufiger moralische Gründe für militärische Interventionen angegeben werden, desto genauer sollten auch die tatsächlichen humanitären Konsequenzen untersucht werden, insbesondere sollten wir die Opferzahlen möglichst genau erfassen. In diesem Workshop werden wir die Studie der IPPNW zum Irak, zu Afghanistan und zu Pakistan vorstellen, bei der es um das Erfassen von Opferzahlen ging.
    Dr. Jens Wagner, Powerpoint-Präsentation als pdf-Datei

 

  • Projekt zur Opferhilfe in Lusaka, Sambia
    mit Dr. Michael Schober, Dr. Stephanie Hametner und cand. med. Annelies Hawliczek (IPPNW Österreich) und Dr. Robert Mtonga (IPPNW Sambia)
    IPPNW Sambia und IPPNW Österreich haben im Jahr 2012 ein gemeinsames Projekt gestartet mit dem Ziel, die Situation von Opfern von Gewaltverbrechen in Sambia zu verbessern. Wir werden unser Projekt vorstellen und mit Daten belegen, wie man Projektgelder effektiv verwenden kann. Wir werden auch zeigen, wie wir mit lokalen Organisationen aus dem sozialen, rechtlichen und medizinischen Bereich zusammenarbeiten. In einer Diskussion wollen wir besprechen, wie man mit Opfern von Gewaltverbrechen umgehen soll, wie man effektive Sekundärprävention betreibt und wo es Möglichkeiten zur Verbesserung der Zusammenarbeit verschiedener Institutionen gibt.
    Dr. Michael Schober, Powerpoint-Präsentation als pdf-Datei

Workshop-Session III

1. Juni 2013, 16.15 - 17.45 Uhr

Workshops in deutscher Sprache

  • Die politisch-ethische Dimension der Produktion, des Handels und des Einsatzes von Kleinwaffen
    mit Horst Scheffler (Militärdekan a. D. und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dienst für den Frieden - AGDF) und Paul Russmann (Referent für Friedensarbeit bei „Ohne Rüstung Leben“ und Sprecher der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“)
    In diesem Workshop sollen unter aktiver Beteiligung der TeilnehmerInnen die politisch-ethischen Positionen und Begründungen der Zivilgesellschaft, der Kirchen usw. im Kontext des Themas vorgestellt, zusammengetragen und miteinander verglichen und diskutiert werden. Ziel ist die Stärkung der persönlichen Argumentationsbasis im Kontext aktueller Diskussionen um das Für und Wider des Rüstungshandels von Kleinwaffen.
  • Tödliches Spielzeug – Vom Irrsinn deutscher Sportwaffen
    Jahr für Jahr werden in Deutschland Menschen mit Schusswaffen getötet, die legal im Besitz von Sportschützen sind. Der Amoklauf von Winnenden im Jahr 2009 mit 15 Toten war nur ein besonders erschreckendes Beispiel einer langen Serie von Tragödien. Die überwiegende Mehrheit der in Vereinen organisierten Schützen mag mit ihrem Sport keine aggressiven Absichten verfolgen. Aber eine Debatte darüber, ob potenziell tödliche Schusswaffen als Sportgerät akzeptabel sind, ist in der Gesellschaft dringend notwendig.
  • Militarisierung der Wissenschaft: Nein zur Rüstungsforschung – Ja zur Zivilklausel
    mit Reiner Braun (IALANA), Lucas Wirl (NatWiss), Nina Knöchelmann (TU Braunschweig)
    Ohne die Forschung und Entwicklung von wissenschaftlichen Einrichtungen und ohne die Beteiligung von Wissenschaftler­Innen könnte die Waffenproduktion in der derzeitigen Form nicht stattfinden. Einige Perspektiven aus der Wissenschaft sollen in diesem Workshop diskutiert werden: Dimension der Rüstungsforschung, Militarisierung von Forschung und Lehre, Rolle und Verantwortung der Wissenschaft, Zivilklausel als Instrument und Prozess für zivile und friedliche Forschung und Lehre.
    Lucas Wirl, Powerpoint-Präsentation
  • Demokratie braucht entschieden mehr zivilen Ungehorsam gegen Waffenhandel – subito!
    mit Dr. Peter Grottian (Komitee für Grundrechte und Demokratie, „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“, wissenschaftlicher Beirat attac)
    Politisch Engagierte haben zum Teil sehr unterschiedliche Vorstellungen von der Durchführung und den Notwendigkeiten des zivilen Ungehorsams. In diesem Workshop soll diskutiert werden, warum es solche Unterschiede gibt, wie Ängste abgebaut werden können und welche Aktionen des zivilen Ungehorsams vorstellbar und mobilisierend sein könnten. These: Ziviler Ungehorsam ist eine der Voraussetzungen, um unsere Ziele zu thematisieren und etwas mehr durchsetzungsfähig zu machen. „Maybe“ ist keine Bewegungsperspektive.



 

Workshops in englischer Sprache

  • ATT – Stärken, Schwächen und Ratifizierungsprozess
    mit Maria Valenti (IPPNW Central Office, USA) und Helmut Lohrer (IPPNW Deutschland)
    Am 2. April 2013 verabschiedete die Vollversammlung der UN mit großer Mehrheit ein Abkommen zur weltweiten Regulierung des Handels mit konventionellen Waffen (Arms Trade Treaty, ATT), von der Pistole bis zum Panzer. Das Abkommen wird zum rechtlich bindenden Vertrag, wenn mindestens 50 Staaten das Abkommen ratifizieren. Von einigen als historisch beschrieben, von anderen als enttäuschend, gehen die Bewertungen des Abkommens auseinander. Der Workshop bietet Gelegenheit, über die Stärken und Schwächen des Abkommens und unsere Rolle im Kontext des Ratifizierungsprozesses zu diskutieren.
  • Kleinwaffengewalt in Südasien
    mit Dr. S. S. Soodan (Vizepräsident IDPD, Indien, Medizinischer Direktor beim ASC College of Medical Sciences)
    Korruption und die Verknüpfung von sozialen und politischen Umständen haben einen fruchtbaren Boden für Militarismus und Aufruhr bereitet. Der Handel mit Waffen ist jedoch ein profitables Geschäft. Dies deutet darauf hin, dass die Bekämpfung von Armut, Analphabetismus und Gesundheitsdefiziten zentral sind, um Anreizen zur Beteiligung an diesem Geschäft entgegenzuwirken. Zusätzlich müssen nationale Bemühungen zur Geltendmachung von Gesetzen und der Entwicklung von Infrastruktur, von Bemühungen einer strengeren Kontrolle von Waffenströmen komplementiert werden. Letzteres muss in den waffenproduzierenden Ländern beginnen. Der ATT ist ein wichtiger aber nicht ausreichender Schritt hierzu.
  • Frieden mit Radiowellen an die Gemeinschaft herantragen
    mit Kati Juva (PSR Finnland), Dr. Ogebe Onazi (IPPNW Nigeria) und Dr. Robert Mtonga (IPPNW Sambia)
    Die finnischen „Ärzte für soziale Verantwortung“, sind auf der Suche nach Finanzierung für ein Projekt im Rahmen der IPPNW-Kampagne „Aiming for Prevention“. Es sollen Radiosendungen in Sambia und Nigeria produziert werden, in denen die Menschen über Gewalt mit Kleinwaffen und über Möglichkeiten der gewaltfreien Konfliktlösung aufgeklärt werden sollen. Sie sollen darin bestärkt werden, sich gegen Gewalt zu stellen. Dieses interaktive Programm wird gemeinsam mit lokalen Jugendorganisationen produziert und soll bei beliebten Radiosendern in verschiedenen Regionen Nigerias und Sambias übertragen werden. Es gab bereits ein ähnliches Projekt in Nigeria (2009), das wir gerne im Workshop vorstellen würden.
    Kati Juva, Development Agencies and Peace Work (Powerpoint-Präsentation als pdf-Datei)
  • Mapping Arms Data – Waffenströme messen
    mit Nicholas Marsh (Peace Research Institute Oslo - PRIO)
    Eine der größten Herausforderungen im Kampf gegen bewaffnete Gewalt, ist es, das unregulierte Angebot von Kleinwaffen zu drosseln. Eine Möglichkeit fragwürdige Geschäfte zu reduzieren ist es, die Transparenz von Waffenimporten und -exporten zu erhöhen. PRIO und das Igrapé Institut setzen sich mit dem MAD Projekt dafür ein, die öffentliche Aufklärung voranzutreiben. Die interaktive Visualisierung veranschaulicht tausende autorisierter Transfers von Kleinwaffen der letzten zwei Jahrzehnten. Sie zeigt Muster und globale Trends des Waffenhandels auf. MAD wird zum Anlass des Kongresses Zielscheibe Mensch im Mai 2013 gestartet.
    Nicholas Marsh, Powerpoint-Präsentation
  • Behandlung von Schussverletzungen
    mit Dr. Florian Hugenberg und Christoph Krämer (IPPNW Deutschland) und Dr. Walter Odhiambo (IPPNW Kenia)
    Schwerpunkt dieses Workshops ist die ärztliche Behandlung von Schussverletzungen. Nach einer kurzen Einleitung werden wir unser Wissen und unsere Erfahrungen über die Behandlung von Schussverletzungen in einer Gruppendiskussion zusammentragen. In diesem Workshop ist jede/r willkommen, der die ärztliche Behandlung von Schussverletzungen diskutieren möchte, unabhängig von seiner/ihrer Erfahrung.

    Dieser Workshop wurde von der Baden-Württembergischen Ärztekammer mit 2 Fortbildungspunkten zertifiziert.

Workshop-Übersicht

Protestkonzert